Trekking im Schwarzwald erfolgreich

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Mehr aufgestellte Zelte als 2019, und das trotz deutlich späteren Saisonstarts: Der Naturpark Südschwarzwald, der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord, der Nationalpark Schwarzwald und die beteiligten Gemeinden und Städte ziehen ein positives Fazit der Trekking-Saison im Schwarzwald.

 

Vom 29. Mai (Südschwarzwald) beziehungsweise 16. Juni (Nordschwarzwald) bis Ende Oktober 2020 wurden in den neun Trekking-Camps insgesamt 3.514 Zelte aufgeschlagen, davon 2.179 im Nordschwarzwald (2019: 2.089 Zelte) und 1.335 im Südschwarzwald.
 

Die Zahl der Buchungen im Nordschwarzwald sank zwar leicht auf 1.084 (2019: 1.145 Buchungen), doch die Auslastung stieg von knapp 66 auf 76 Prozent. Für die drei Camps im Südschwarzwald liegen noch keine Vergleichszahlen vor, da sie erst im Frühjahr eröffnet wurden. Anders als in den Vorjahren kam die überwiegende Mehrzahl der Gäste aus Baden- Württemberg.

 

Für Lilli Wahli, Projektmanagerin beim Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord, gibt es für die starke Nachfrage aus dem Ländle zwei Erklärungen: „Zum einen war Urlaub vor der eigenen Haustür im Corona- Sommer für viele Menschen eine gute Alternative zu einer weiten Reise. Und zum anderen ist Trekking Schwarzwald ein Outdoor-Angebot. Hier können Abstandsregeln ohne Probleme eingehalten werden. Das hat vielen Gästen in dieser schwierigen Zeit sicher auch ein gutes Gefühl gegeben.“ Nicht verändert hat sich indessen die Verweildauer in den Camps: Im Schnitt werden ein bis zwei Camps erwandert und dort jeweils eine Nacht verbracht.

Zufrieden ist auch Christine Peter vom Naturpark Südschwarzwald. „Unsere drei Trekking-Camps in Dachsberg und St. Blasien waren zu 85 Prozent ausgelastet. Das ist für unser erstes Trekking-Jahr ein toller Erfolg“, so die Projektmanagerin. Peter hofft, dass bis zum Jahr 2022 weitere Camps im Südschwarzwald eröffnet werden können – etwa entlang des Zweitälersteigs. Auch im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord sollen in den kommenden Jahren weitere Plätze das Angebot bereichern. Gespräche mit interessierten Kommunen laufen bereits.

Bewährt habe sich laut Wahli und Peter auch die in dieser Saison eingerichtete Trekking-Hotline des Anbieters Lohospo aus Freiburg. So wurden rund 700 Anfragen zum Thema Trekking beantwortet. Probleme habe es in den Camps kaum gegeben, berichtet Lukas Schmidt vom Nationalpark Schwarzwald: „Vereinzelt gab es Probleme mit zurückgelassenem Müll oder dem Feuermachen trotz Waldbrandgefahr. In solchen Fällen suchen unsere Ranger oder die Camp-Kümmerer das Gespräch und weisen auf Gefahren und den Schutz der Natur hin.“

Einstimmig beschlossen haben die Projektpartner eine Erhöhung der Buchungskosten für eine Übernachtung von derzeit zehn auf zwölf Euro pro Zelt und Nacht. Diese ist nötig, um die laufenden Kosten zu decken. Die Erhöhung greift ab der Saison 2021 und gilt für alle neun Trekking-Camps im Schwarzwald.